Mein digitales Gedächtnis [preiswerte Alternative zum Surface-Teclast Tbook T16 Power (4,5 von 5)]

Als Gott mich schuf, hat er wohl eine Kleinigkeit vergessen, mein Gedächtnis. Vielleicht hat mich die sogenannte digitale Demenz aber auch einfach kalt erwischt. Aber ich muss mir einfach immer Notizen machen. Und dafür habe ich nun ein tolles Spielzeug.

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Es handelt sich um einen wunderbaren China-Klone des wirklich faszinierenden Microsoft Surface Jetzt bestellen. Das Original konnte ich schon oft in der Hand halten und testen, zum Kauf war ich aber immer zu geizig. Seit kurzen gibt es eine preiswerte asiatische  Kopie und diese möchte ich euch hier vorstellen.

Die Besonderheiten

Kickstand

Markant ist dabei natürlich der Kickstand. Diesen finde ich absolut praktisch. Denn er 5b3d9914-b440-42dd-a74f-3927a103b009ermöglicht zahlreiche Verschiedene Aufstellungswinkel, was beim normalen Tablet ja unmöglich ist Eine stufenlose Einstellung zwischen 90° und ~10° ist möglich. Das reicht für die meisten Dinge komplett aus. Aber gerade beim Schreiben mit dem beiliegenden Stift würde ich mir schon einen noch flacheren Winkel wünschen. Wer regelmäßig Filme schauen oder lesen möchte wird den Kickstand denoch schnell lieben.

Die Tastatur

Eine 0,3 cm dicke Tastatur macht aus dem Tablet in Windeseile einen kleinen Laptop. Das Anbringen und entfernen der Tastatur funktioniert dank des abgekupferten, magnetischen Port extrem einfach. Man muss sich hierbei einfach nicht bemühen. Zum Anbringen hält man Tastatur und Tablet aneinander und die Magnete erledigen den Rest. Zum späteren Entfernen zieht man beide Bestandteile auseinander. Beides bereitet mir irgendwie sogar Freude. Durch weitere Magnete kann man Tastatur an einen weiteren Punkt unterhalb des Displays andocken, wodurch die Tastatur angeschrägt wird. Das Schreibgefühl ist in diesen Modus super und weiterhin  wird das Schreiben auf dem Schoss deutlich angenehmer. Klappt man die Tastatur komplett hoch, bedeckt sie die komplette Gerätefront und bietet so eine Schutzhülle, welche Dank Magneten auch ordentlich verschließt. Sogar eine Kühlschrankfunktion ist dabei enthalten: Klappe zu= Standby, Klappe auf= Aufwachen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Schreibgefühl ist toll und ist erstaunlicherweise deutlich besser als an meinem Laptop. Mir macht das Schreiben eindeutig Spaß. Allerdings gibt es zwei kleine Probleme.

  1. Die Tastatur gibt es nur im QWERTY-Format
  2. Eine Hintergrundbeleuchtung fehlt

Ersteres Problem kann man umgehen, indem man später in Windows ein anderes Tastaturlayout wählt. Für Blindschreiber hat sich das Problem nun gelöst. Andere könnten zusätzlich einen Satz Tastaturkleber bestellen.

Der Stylus

Der aktive  Stylus ist ein zusätzlicher Leckerbissen zum Gerät und weiß absolut zu gefallen. Natürlich entspricht das Schreibgefühl in keinster Weise der eines Surface Pens. Künstler werden hier ihre Schwierigkeiten haben. Wer aber nur regelmäßig Notizen niederschreiben will, wird hiermit glücklich. Der Akku ist integriert und erlaubt in Kombination mit dem Autostandby eine sehr lange Laufzeit. Geladen wird über Micro-USB. Dies kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn das Tablett selbst wird mit USB-C geladen. Warum hier also noch ein zusätzliches Kabel erzwingen?

Die Kopplung zwischen Tablet und Stylus basiert übrigens auf Bluetooth und funktionierte bei mir Out-of-the-box. Bisher gab es keinerlei Verbindungsabbrüche.

2 Betriebssysteme

9f57c549-e4b5-424b-80b7-bcab991c490aStartet man das Tablet, wird man jedes Mal gefragt, ob man ein Kreuz Version 6 oder Windows 10 nutzen möchte. Somit hat man die freie Wahl und kann sein bevorzugtes System verwenden oder jederzeit zwischen beiden wechseln. Beide Systeme arbeiten flott und zuverlässig. Aufgrund persönlicher Präferenzen und des geringen Speicherplatzes (64 GB) entschied ich mich für das Entfernen von Android. Dadurch habe ich nun wesentlich mehr verfügbaren Speicherplatz.
Das vorinstallierte Windows ist übrigens eine englischsprachige Version, kann aber leicht umgestellt werden. Einen Unterschied zur deutschen Version kann man anschließend nicht mehr erkennen.

Verarbeitung und Design

Ich hatte große Sorgen. Aber wie ich zugeben muss sind diese absolut unberechtigt. Das Tablet ist hervorragend verarbeitet und bietet eine tolle Haptik. Vom günstigen Preis merkt man fast nichts. Lediglich der Kickstand vermittelt ein billiges Gefühl. Davon abgesehen bin ich über die hohe Qualität sehr erstaunt.

Das Design erinnert absolut an das Surface von Microsoft. Das finde ich aber toll, denn dieses Design gefällt mir nämlich sehr gut. Das Design ist für mich eine gelungene Fusion aus Funktion und Form.

Bildschirm

Das Multi-Touchdisplay ist ein IPS-Panel. Daher ist es absolut Blickwinkelstabil. Egal von wo man schaut, das Bild und die Farben bleiben Gleich. Das ist für die Nutzung als „TV/Youtube“ oder für das Vorführen von Präsentationen natürlich fantastisch. Die Auflösung ist qualtitativ ausreichend. Full-HD ist hier ein guter Kompromiss. Denn erstens sieht man bei einen 12″-Display eh keine Unterschiede zu 4k (erzähl mir die Werbung was sie will) und zweitens wird so der Akku und Prozessor deutlich entlastet.

Der Bildschirm ist recht hell, könnte aber durchaus noch etwas stärker Strahlen, denn durch die starken Spiegelungen im Display macht die Nutzung im Sonnenschein nur bedingt Spaß.  Dafür ist das Display kein Fingerabdruckmagnet und ist auch sehr kratzresistent. Die Farbdarstellung ist gut, allerdings ist der Schwarzwert eher schlecht. Schwarze Flächen werden hier in einen dunklen Grau dargestellt. Auch die Außleuchtung ist etwas ungleichmäßig. Beim Starten kann man im unteren Bereich hellere Stellen erkennen.

Die Arbeitsgeschwindigkeit

Der Atom Z8750 ist deutlich leistungsstärker als der weit verbreitete Atom Z8350 (hier zum Vergleich). Dank die Unterstützung durch 8Gb Arbeitsspeicher ist das Arbeiten insgesamt doch Flott. Für Browsen, Youtube, Email und Office reicht die Leistung definitiv. Wer professionelle Video- und Fotobearbeitung durchführen will, sollte aber schnellstens wegrennen. Aber dennoch, für 90 % der Nutzer reicht die gebotene Leistung definitiv aus.

Anschlüsse

gerade an klassischen Tablets ist es dagegen immer wieder dasselbe: Anschlüsse gibt es eigentlich keine. Hier haben wir dann schon deutlich mehr geboten.

  1. Einen Kopfhöreranschluss d06cf36a-cbea-434d-9fc3-be32e66e20d1(welcher auch als Anschluss für Mikrofone genutzt werden kann)
  2. Einen vollwertigen USB 3 Anschluss, welcher auch USB 2 kompatibel ist
  3. Einen USB C Anschluss, welcher den schnellen USB 3 Standard entspricht und eine Möglichkeit zum schnellen Laden des Tablets bietet
  4. Einen Micro SD Karten Slot, welcher hinter einer Kappe verschwindet
  5. Einen Mikro-HDMI-Anschluss, welcher durch die Verwendung eines Adapter zum Anschluss von Beamer und Monitor befähigt
  6. Einen Strom Kabelanschluss (wobei ich zum Laden lieber den USB C Anschluss verwendet, da dieser deutlich schneller lädt)
  7. Bluetooth+Wlan

Weiteres

  1. Die Akkulaufzeit ist mit gemessenen 5,2h ausreichend lang.
  2. Die verbauten Lautsprecher sind Müll
  3. Die verbauten Kameras machen Bilder, aber eben auf typischen Tabletniveau
  4. Anleitung zum Deinstallieren von Android auf dem Teclast Tbook T16 findet ihr Am Ende des Beitrags

Fazit

Für insgesamt ca. 350€ erhält man ein wirklich gelungenes Tablet. Die Verarbeitung ist toll, die Arbeitsgeschwindigkeit ausreichend und der Bildschirm absolut in Ordnung. Durch die Kombination von Kickstand, Tastatur und vollwertigen Windows kann man aus dem Tablet in Windeseile ein hervorragenden Laptop zaubern. Doch auch die Verwendung als Tablet ist dank des relativ geringen Gewichtes, der abnehmbaren Tastatur und des zugehörigen Stylus eine Freude. Hier muss man sich nicht zwischen Tablett und PC entscheiden, sondern kann beides verwenden, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Die preiswerte Kopie des Surface ist sehr gelungen und konnte uns überzeugen. Persönlich nutze ich es hauptsächlich als digitales Notizheft, wofür es durch mögliche die Kombination von OneNote und Stylus prädestiniert ist.

Kaufen könnt ihr das Tablet Jetzt bestellen  + die Tastatur Jetzt bestellen + den Stylus Jetzt bestellen z.B. hier

Wertung: 4,5 von 5

Jetzt bestellen = Affiliate

Anleitung zum Deinstallieren von Android auf dem Teclast Tbook T16

  1. Herunterladen des Windows 10 Creation Tools
  2. Windows 10 Creation Tools starten und Windows 10 (64, Home, Deutsch) herunterladen und auf einen USB-Stick (min. 4 Gb) kopieren
  3. Auf dem Teclast folgendes Programm installieren und damit ein Backup der Treiber durchführen (die Treiber anschließend auf den USB-Stick kopieren)
  4. USB-Stick anstecken
  5. Das Tablet neustarten und während des Starts (noch vor Abfrage des Betriebssystems) ESC, Del,End, Backspace betätigen (bin mir nicht sicher welche Taste, einfach Probieren
  6. Im Bios mit den Pfeiltasten in das Menü „Save&Exit“ navigieren
  7. nun den Punkt Launch USB (wie auch immer euer Stick halt heißt) auswählen und mit Enter bestätigen.
  8. Nun beginnt die normale Windows Installationsroutine
  9. Auswahl des Punktes Windows frisch installieren
  10. Vor der Wahl des Installationszieles alle Partitionen löschen und anschließend eine große Patition erzeugen.
  11. Windowsinstallation wie gewohnt beenden.

 

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